Neue Regeln für Wertpapierfirmen

Am 13. August 2020 hat das Bundesministerium der Finanzen einen Referentenentwurf für ein neues Gesetz über die Beaufsichtigung von Wertpapierfirmen vorgelegt.

 

Mit dem Gesetzesentwurf soll die Regulierung von Wertpapierfirmen vollständig aus dem Kreditwesengesetz (KWG) herausgenommen und in dem neuen Wertpapierfirmengesetz (WpFG) geregelt werden. Ziel ist es, insbesondere für kleine und mittlere Wertpapierfirmen, die geringere Anforderungen einhalten müssen, eine einfache, verständliche und übersichtliche Gesetzessystematik zu schaffen. Für große Wertpapierfirmen sollen weiterhin die Vorgaben gemäß CRD/CRR anwendbar bleiben. 

 

Das WpFG soll proportional zur Größe und Bedeutung der Wertpapierfirmen für die Finanzstabilität im Wesentlichen folgenden Themen umfassen: 

  • Anforderungen an das Anfangskapital
  • Anforderungen an die Geschäftsorganisation und bestimmte Anzeigepflichten
  • Maßstäbe zur Beurteilung der Angemessenheit der internen Kapitalanforderungen Anforderung an den Vorstand und die Aufsichtsgremien
  • Regelungen zur Vergütungspolitik gegenüber bestimmten Kategorien von Mitarbeitern

Das Gesetz soll im Juni 2021 in Kraft treten.

Betroffenheits- und Benchmarkanalyse

An unserer Betroffenheits- bzw. Benchmarkanalyse hinsichtlich der Umsetzungsanforderungen des WpFG können Sie bis zum 31. Oktober 2020 teilnehmen.

 

Durch die Teilnahme erhalten Sie eine Ersteinschätzung über die Einstufung Ihres Unternehmens nach der Klassifizierung des WpFG. Daneben gewinnen Sie einen Überblick über Ihren Vorbereitungsstand im Vergleich zu anderen Unternehmen. Die Teilnahme dauert etwa zehn Minuten. Zu der Analyse gelangen Sie über den folgenden Link:

Nach Auswertung der Daten erhalten Sie bis Mitte November 2020 die Ergebnisse aus der Analyse mit den anonymisierten Benchmarkdaten Ihrer Peer Group.